Haus- und Badeordnung - Zusatz Pandemie - Freibad

Diese Ergänzung gilt zusätzlich zur Haus- und Badeordnung für die Bäder der Lutherstadt Eisleben vom 17.04.2013 und ist verbindlich. Sie ändert in den einschlägigen Regelungen die Haus- und Badeordnung ab, bzw. führt weitere Punkte ein. Die Haus- und Badeordnung, sowie diese Ergänzung werden gemäß § 2 Abs. 1 der Haus- und Badeordnung Vertragsbestandteil. Die Ergänzung nimmt Regelungen   (z. B. behördlich, normativ) auf, die dem Infektionsschutz bei der Nutzung dieses Bades dienen.

Dieses Freibad wird im Verlauf einer sich abschwächenden Pandemie wieder betrieben. Es ist also erforderlich, weitere Ansteckungen zu vermeiden. Darauf haben wir uns in der Ausstattung des Bades und in der Organisation des Badebetriebes eingestellt. Diese Maßnahmen des Badbetreibers sollen der Gefahr von Infektionen, soweit wie möglich vorbeugen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist aber zwingend erforderlich, dass auch die Badegäste ihrer Eigenverantwortung – gegenüber sich selbst und anderen – durch Einhaltung der Regelungen der Haus- und Badeordnung gerecht werden. Gleichwohl wird das Verhalten der Badegäste durch unser Personal beobachtet,      welches im Rahmen des Hausrechtes tätig wird. Allerdings ist eine lückenlose Überwachung nicht möglich.

Die maximale Gästezahl wird auf 250 Badegäste unter Berücksichtigung der Wasserfläche
(675 m²) und der Liegewiese (6.000 m²) beschränkt. Bei Erreichen der Kapazitätsgrenze erfolgt kein weiterer Einlass.

§ 1 Allgemeine Grundsätze und Verhalten im Bad
(1) Für Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr*, ist abweichend von der bisherigen Regelung, die Begleitung einer erwachsenen     Person erforderlich.
(2) Betreten Sie den Beckenumgang nur unmittelbar vor der Nutzung.
(3) Abstandsregelungen und -markierungen im Bereich von z. B. Wasserrutschen, sind zu beachten.
(4) Verlassen Sie das Schwimmbecken nach dem Schwimmen unverzüglich.
(5) Der Verzehr von Speisen der Gastronomie ist nur auf den dafür vorgesehenen bzw. gekennzeichneten Flächen gestattet.
(6) Anweisungen des Personals oder weiterer Beauftragter ist Folge zu leisten.
(7) Nutzer, die gegen diese Ergänzung der Haus- und Badeordnung verstoßen, können des Bades verwiesen werden.
(8) Der Verleih von Utensilien (z.B. Bälle, Liegestühle) ist unzulässig.
(9) Alle Gäste werden beim Betreten des Freibades im Kassenbereich durch Aushänge auf die geltenden und zu beachtenden Regelungen hingewiesen.
(10) Gästen, welche nicht zur Einhaltung der Regeln bereit sind, ist im Rahmen des Hausrechtes der Zutritt zu verwehren bzw. sind diese aus dem Bad zu verweisen. Eine Erstattung des Eintrittsgeldes ist ausgeschlossen.

§ 2 Allgemeine Hygienemaßnahmen
(1) Personen mit Symptomen einer Atemwegsinfektion, ist der Zutritt zum Freibad nicht gestattet.
(2) Abhängig von den geltenden Bestimmungen müssen Besucher beim Betreten des Freibades einen Anwesenheitsnachweis ausfüllen. Es ist ein schriftlicher oder elektronischer Nachweis über einen PCR oder PoC-Antigen-Test (Schnelltest), ein ausgestellter Genesenennachweis, oder der Nachweis eines vollständigen Impfschutzes dem Bäderpersonal vorzulegen. Die Vorlage der Nachweise nach der 3-G-Formel (geimpft, genesen und getestet) hat für Besucher ab dem vollendeten 6. Lebensjahr zu erfolgen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz von 5 aufeinanderfolgenden Tagen unter 35 (Freigabe durch den Landkreis) entfällt die Testpflicht.
Bei Gruppenbesuchen ist eine vollständige Anwesenheitsliste der Gruppe und deren Nachweis mitzubringen.
(3) Beim Betreten des Freibades müssen sich die Gäste die Hände an der Desinfektionsstation desinfizieren. Ebenso nach der Benutzung der Toiletten, am Desinfektionsseifenspender der Toilette.                                                                                                                                 (4) Eine Mund-Nase-Bedeckung muss an der Kasse, den Toiletten und beim Einkauf am Kiosk getragen werden.

§ 3 Maßnahmen zur Abstandswahrung
(1) Halten Sie in allen Bereichen des Freibades die aktuell gebotene Abstandsregel von
1,5 Meter ein und beachten Sie zudem die Bodenmarkierungen (z.B. im Kassen-, Rutschen- und Imbissbereich).
(2) In den Toilettenbereichen wird die Nutzung durch Gäste auf die Anzahl der vorhandenen nutzbaren Toiletten begrenzt.
(3) In den Schwimm- und Badebecken muss der gebotene Abstand selbstständig gewahrt werden. Vermeiden Sie Gruppenbildungen, insbesondere am Beckenrand. Eltern sind für die Einhaltung der Abstandregeln ihrer Kinder verantwortlich.
(4) Die Rutsche darf nur einzeln betreten werden und muss unmittelbar benutzt werden.
(5) Achten Sie auf die Beschilderungen und Anweisung des Personals.

Anmerkung (muss nicht zwingend veröffentlicht werden):
*Bei der Festlegung der Altersgrenze für die notwendige Begleitung einer geeigneten Begleitperson, soll berücksichtigt werden, ab wann ein Kind in der Lage ist, den Sinn von Abstandsgrenzen zu verstehen und weitestgehend diese auch selbstständig einzuhalten. Die Altersgrenze von zehn Jahren, die hier vorübergehend festgelegt wird, orientiert sich am § 828 Abs. 2 BGB, in dem der Beginn der beschränkten Deliktsfähigkeit bei fahrlässigen Verkehrsunfällen definiert wird. Damit wird also eine erweiterte Fähigkeit vorausgesetzt, komplexere Lebenszusammenhänge zu erkennen – dies ist auf Schwimmbäder in diesem besonderen Fall übertragbar.

 

Eisleben, 02.06.2021

 


Eigenbetrieb Bäder
der Lutherstadt Eisleben